Das Projekt Regenbogenbrücke

Brücken bauen. Grenzen überwinden.

Am Abend des 1. August 2009 hatte eine vermummte Person die Kellerräume der „Gay and Lesbian Associati-on“ (Agudah) in Tel Aviv betreten und mit einem Sturmgewehr auf die dort sich aufhaltenden Menschen ge-schossen. Ein 16-jähriges Mädchen und ein 26-jähriger junger Mann waren sofort tot, mindestens 15 weitere Menschen wurden verletzt. Der Anschlag hat die lesbisch-schwulen Szenen in Tel Aviv, Israel und der ganzen Welt erschüttert. Tausende Menschen versammelten sich am 8. August 2009 in Tel Aviv zu einer Großdemon-stration, unter ihnen befand sich auch Präsident Schimon Peres. Aus aller Welt gingen Solidaritätsbekundungen von LGBT-Organisationen bei zuständigen Stellen der Stadt und bei den dort tätigen Organisationen ein.

Nach dem schrecklichen Anschlag konnte MANEO die Funktionsfähigkeit seines europäischen Bündnisses mit Partnerorganisationen mit einer gemeinsamen Aktion unterstreichen. MANEO koordinierte von Berlin aus Mahnwachen in Belfast, Berlin, Bern, Budapest, Danzig, Krakau, Madrid, Paris, Rom, Warschau und Zürich, die zeitgleich mit der Großdemonstration in Tel Aviv stattfanden, um Anteilnahme und Solidarität mit den Opfern, ihren Familien und Freunden sowie mit einer verunsicherten schwullesbischen Community in Israel zu un-terstreichen. Mahnwachen fanden an vielen weiteren Orten statt, so auch in Köln.

Nach dem Anschlag nahm MANEO-Projektleiter Bastian Finke mit dem für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle (LGBT) zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Tel Aviv Kontakt auf, um die Möglichkeit einer Einladung an die Betroffenen des Anschlages nach Berlin zu besprechen. Die Initiative wurde ausdrücklich begrüßt. Nach Rücksprache mit Tom Schreiber, Mitglied der SPD Fraktion im Abgeordnetenhaus, entstand dar-aus das Projekt „Regenbogenbrücke“: Jugendliche Überlebende des Anschlags wurden im August 2010 zu ei-nem zehntägigen Aufenthalt nach Berlin und Köln eingeladen.

Das Projekt „Regenbogenbrücke“ will eine Brücke zwischen den lesbischschwulen Szenen in Tel Aviv, Berlin, Potsdam und Köln ganz im Zeichen einer Stärkung des gegenseitigen Austausches, Verständigungsprozesses und Solidarität bauen. Die „Regenbogenbrücke“ will zukünftig an weiteren, städteübergreifenden Projekten in und außerhalb Europas arbeiten, um Erfahrungen, Ideen und Konzepte in der Anti-Gewalt-Arbeit auszutauschen sowie gesellschaftliche Toleranz und Vielfalt zu fördern. Die „Regenbogenbrücke“ wird von zahlreichen prominenten Persönlichkeiten unterstützt. Zu diesen zählen der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit, der Bürgermeister von Tel Aviv-Yafo Ron Huldai, der Oberbürgermeister der Stadt Köln Jürgen Roters und die Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, der Präsident des Berliner Abgeordnetenhaus von Berlin und ehemaliger Regierender Bürgermeister von Berlin Walter Momper.

Gedenkfeier im Tiergarten

Gut ein Jahr nach dem Anschlag vom 1. August 2009 auf das schwullesbische Zentrum Aguda in Tel Aviv luden die Organisatoren des Projektes Regenbogenbrücke zu einer Gedenkfeier am Homomahnmal im Berliner Tiergarten ein.

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Grußworte

Die Regenbogenbrücke wird von zahlreichen Partnern unterstützt. Hier findest du einige Statements.

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Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Regenbogenbrücke findest Du unter www.regenbogenbruecke-berlin.de/blog

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News

Zwei Jahre nach dem Anschlag: "Regenbogenbrücke" auf Gegenbesuch in Tel Aviv

Am 6. Juni reiste unter Leitung von MANEO eine 18-köpfige Delegation aus Berlin und Köln nach Tel Aviv, unter ihnen eine parteiübergreifende Delegation des Berliner Abgeordnetenhauses. Der achttägige Aufenthalt findet im Rahmen der „Regenbogenbrücke“ und als Gegenbesuch der von MANEO im letzten Jahr organisierten Einladung von Jugendlichen aus Tel Aviv nach Berlin statt, die 2009 einen Anschlag auf einen Jugendtreff der LGBT-Organisation Agudah in Tel Aviv überlebt hatten. Bei dem Anschlag waren zwei junge Menschen erschossen und 13 weitere zum Teil schwer verletzt worden.

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