Aktionsabend gegen Homophobie

MANEO gehörte Im Oktober 2007 zu den 31 ersten Vereinen, die auf dem 1. Aktionsabend gegen Homophobie die „Erklärung gegen Homophobie im Fußball“ unterzeichneten.

Die Unterzeichner, darunter der DFB, Hertha BSC, Werder Bremen, Hamburger Fußball-Verband, Türkiyemspor Berlin, die Hertha-Junxx, Vorspiel e.V. und MANEO, setzten damit ein bislang beispielloses Zeichen: Die Erklärung spricht sich u.a. für die Thema-tisierung aller Formen von Diskriminierung, die Einführung von Antidiskriminierungsparagraphen in Stadionordnungen und Vereinssatzungen sowie die Dokumentation von Diskriminierungen aus. Die von der European Gay and Lesbian Sports Federation (EGLSF), vertreten durch die frühere Bundesligaspielerin von Turbine Potsdam Tanja Walther, veranstaltete und von MANEO unterstützte Aktion stellt damit einen Meilenstein in der Geschichte des deutschen Fußballsports dar.

Dazu gab es folgende Pressemitteilung:

Pressemitteilung, 13. Oktober 2007

Homophobie ins Abseits stellen
Berlin: DFB, Vereine und Fanclubs unterzeichnen Erklärung gegen Homophobie im Fußball

Erstmals in der Geschichte des deutschen Fußballs trafen am Freitagabend Vertreter von DFB, Verbänden, Bundesliga und Vereinen anderer Spielklassen im Berliner Olympiastadion zusammen, um sich gegen Homophobie im deutschen Fußball auszusprechen.

DFB-Sicherheitschef Helmut Spahn hob auf einer Podiumsdiskussion hervor, dass der DFB das Problem Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit sehr ernst nehme und gerade dabei sei, Konzepte dagegen zu entwickeln. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass der Fußball gesellschaftliche Probleme nicht allein korrigieren könne.

Die Sportethnologin Dr. Tatjana Eggeling sagte: „Der DFB als mächtiger Verband kann Zeichen setzen. Das gilt vor allem für die Trainer- und Schiedsrichterausbildung und die Jugendarbeit. Wenn Spieler schon in der F-Jugend lernen, dass sie als schwul beschimpft werden, sobald sie den Ball verschießen, wird sich der Fußball nicht ändern.“

Der frühere DDR-Jugendnationalspieler Marcus Urban berichtete, dass er seine viel versprechende Fußballkarriere zugunsten eines offenen, selbst bestimmten schwulen Lebens aufgegeben habe.

Im Anschluss an den Abend gegen Homophobie unterzeichneten die anwesenden Funktionäre eine „Erklärung gegen Diskriminierung im Fußball“, darunter der DFB, Werder Bremen, Hertha BSC, Energie Cottbus, FSV Frankfurt und Turbine Potsdam (Die vollständige Liste finden Sie im Anhang). Die schwul-lesbischen Fanclubs hätten sich allerdings gewünscht, dass deutlich mehr Vertreter von Bundesligavereinen den Weg nach Berlin gefunden hätten. „Wir erwarten, dass nach dieser Auftaktveranstaltung die Resonanz von offizieller Seite deutlich zunimmt“, sagte Jens Gollminski vom Dortmunder schwul-lesbischen Fanclub RAINBOW-BORUSSEN.

Veranstaltet wurde der Abend federführend von der European Gay and Lesbian Sports Federation (EGLSF), vertreten durch die frühere Bundesligaspielerin von Turbine Potsdam, Tanja Walther. Co-Veranstalter waren Oliver Lück und Rainer Schäfer vom Online-Fußballmagazin „RUND“ sowie das Bündnis aktiver Fußballfans (BAFF). Hertha BSC stellte die Räumlichkeiten im Olympiastadion zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den schwul-lesbischen Fanclubs: www.queerfootballfanclubs.com

Downloads:
Erklärung gegen Homophobie im Fußball
Erkärung gegen Diskriminierung im Fußball

Spots - „Homophobie im Fußball“

Mit unseren Socialspots wollen wir über Berlin hinaus ein weiteres sichtbares Zeichen gegen Homophobie im Fußfall setzen. Die Spots entstanden in Zusammenarbeit zwischen dem Hertha BSC, MANEO und der Deutschen Film- und Fernsehaka- demie Berlin (dffb.

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Erklärung gegen Homophobie im Fußball

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Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2006 mobilisierte MANEO mit einer Plakatkampagne gegen Homophobie im Fußball. Das Plakat erlangte internationales Aufsehen.

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2009 verlieh MANEO dem Verein „Türkiyemspor“ den MANEO-Award. Die Auszeichnung fand im Berliner Club Berghain statt.

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2008 ehrte MANEO mit dem Tolerantia-Preis das Engagement von DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft Philipp Lahm und EGLSF-Repräsentantin Tanja Walter-Ahrens für ihr Engagement gegen Homophobie im Fußball.

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