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Berlin, 18.08.2010

Pressekonferenz zur „Regenbogenbrücke“

Im Rahmen der Regenbogenbrücke reisen 18 Gäste aus Tel Aviv nach Berlin. Zu den Gästen zählen Betroffene des Anschlages auf das schwullesbische Zentrum „Agudah“ sowie eine Delegation aus Vertretern der Stadt Tel Aviv, LGBT-Organisationen und Polizei. Zu ihnen zählt auch Yael Dayan, Ratsvorsitzende des Stadtrates von Tel Aviv.

Pressekonferenz in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin am 18.08.2010. V.l.n.r.: Bastian Finke (MANEO), André Lossin (Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Tom Schreiber, (MdA, SPD-Fraktion).Pressekonferenz in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin am 18.08.2010. V.l.n.r.: Bastian Finke (MANEO), André Lossin (Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Tom Schreiber, (MdA, SPD-Fraktion).

Am 20. August werden die ersten 11 der insgesamt 18 israelischen Gäste erwartet, die im Rahmen des Projektes Regenbogenbrücke zu einem zweiwöchigen Aufenthalt in Berlin und Köln eingeladen wurden. Um über die Hintergründe und Ziele, sowie den Ablauf des Besuches zu informieren, bat am heutigen Mittwoch die Jüdische Gemeinde zu Berlin die Initiatoren, vertreten durch Tom Schreiber MdA (SPD), und Bastian Finke, Leiter des schwulen Anti-Gewalt-Projektes MANEO, zu einer Pressekonferenz in deren Räume in der Oranienburger Straße.

Pressekonferenz in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin am 18.08.2010. V.l.n.r.: Bastian Finke (MANEO), André Lossin (Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Tom Schreiber, (MdA, SPD-Fraktion).

Die Regenbogenbrücke wird von der Jüdischen Gemeinde, allen voran von der Vorsitzenden Lala Süsskind und dem Geschäftsführer André Lossin, unterstützt und gefördert. „Die Anerkennung sowie der Respekt für gleichgeschlechtliche Lebensweisen ist für uns ein besonders tragender Brückenfeiler, auf dem die Regenbogenbrücke zwischen Berlin und Tel Aviv gebaut ist. Denn Respekt ist die Voraussetzung für eine lebenswerte Zukunft in einer offenen und toleranten Gesellschaft“, so André Lossin.

Tom Schreiber, MdA (SPD-Fraktion) und Mitinitiator der Regenbogenbrücke erklärt: „Berlin pflegt eine intensive Beziehung zu Israel, insbesondere zu Tel Aviv. Berlin steht für Toleranz und Weltoffenheit. Wir wollen mit diesem Projekt Brücken schlagen, um uns im Kampf gegen Homophobie zu vernetzen. Hassgewalt gegen Lesben und Schwule findet überall statt. Und deshalb wollen wir mit der Regenbogenbrücke ein Zeichen setzen.“

Das Projekt Regenbogenbrücke hat es zum Ziel, „eine Brücke der Solidarität zwischen den Städten Berlin, Tel Aviv und Köln zu schlagen“, so MANEO Leiter Bastian Finke. „Unsere Hilfe ist ein bescheidener Ausdruck unserer Solidarität. Wir wünschen uns, dass sich die jungen Menschen in der bunten und vielfältigen Stadt Berlin neue Gedanken und Eindrücke gewinnen.“ Die Unterstützung der Opfer von Gewaltverbrechen sei oft nur sehr kurzfristig, so dass es um so wichtiger sei, auch noch über ein Jahr nach dem Anschlag in Tel Aviv den Betroffenen Solidarität auszudrücken und Hilfe anzubieten.

11 der israelischen Gäste sind junge Schwule und Lesben, die den Anschlag auf das schwul-lesbische Zentrum „Aguda“ im Herzen Tel Avivs am 01.08.2009 überlebt haben. Die jungen Menschen erwartet ein buntes Programm aus Begegnung, Kultur und Unterhaltung. Im Mittelpunkt stehen der Austausch mit jungen Schwulen und Lesben aus Berlin und Köln. Begleitet wird die israelische Gruppe während ihres Aufenthaltes in Berlin und in Köln von jungen Berlinern.

Am 25. August folgt der Gruppe eine weitere Delegation aus Tel Aviv, d.h. Vertreter der Polizei, LGBT-Organisationen und des Stadtrates. Ihr Aufenthalt wird sieben Tage dauern. Geplant sind zahlreiche Gespräche und ein Erfahrungsaustausch rund um das Thema Homophobie und vorur-teilsmotivierte Hassgewalt. Zu den Gästen zählt auch Yael Dayan, 71, Ratsvorsitzende des Stadtrates von Te Aviv. Sie unterstützt seit Jahren die Anliegen der LGBT-Organisationen in Israel.

Die Einladung der Gäste aus Tel Aviv versteht sich als Anfang einer Initiative mit langfristiger Ausrichtung. Der Gegenbesuch einer deutschen Delegation in Israel ist bereits für 2011 geplant, eine Weiterführung des Projektes mit dem Fokus auf Osteuropa für 2012 in Aussicht gestellt.

Hierfür sei jedoch der Gewinn weiterer Sponsoren unabdingbar. Der in den folgenden Tagen stattfindende Besuch finanziert sich zu einem erheblichen Teil aus Spendengeldern. Besonderen Dank richteten André Lossin, Tom Schreiber und Bastian Finke an die zahlreichen Spender und Sponsoren, ohne deren zusätzliche Unterstützung die Finanzierung der Regenbogenbrücke nicht möglich gewesen wäre. Sie dankten u.a. Air Berlin, A&O Hostels, Crown Plaza, Berlin-Taxi sowie Berlin Tourismus, die sich überaus kooperativ für das Projekt Regenbogenbrücke engagiert haben. Die besondere Jugendbegegnung wird darüber hinaus vom deutsch-israelischen Jugendaustausch ConAct unterstützt.

Die Gäste werden im Rahmen der MANEO-Jubiläumsgala im TIPI am Kanzleramt am 30. August verabschiedet.

 

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