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Berlin, 22.02.2011

MANEO-Safety-Spot in Berliner U-Bahnen gestartet

Seit dem 18. Februar 2011 werben die MANEO-Nachtflugbegleiter in ihrem neuen Safety-Spot, der über das "Berliner Fenster" in den Berliner U-Bahn ausgestrahlt wird, für Zivilcourage.

Die MANEO-Nachtflugbegleiter vor dem Bahnhof Alexanderplatz in Berlin-MitteDie MANEO-Nachtflugbegleiter vor dem Bahnhof Alexanderplatz in Berlin-Mitte

Der Safety-Spot begegnet der Frage: „Wie verhalte ich mich im Falle eines Falles – ohne mich selbst in Gefahr zu bringen?“ Nach den jüngsten  Gewalttaten, die sich in Berlin ereignet hatten, erhält der MANEO-Safety-Spot insgesamt Aktualität.

Bei einem Überfall am Freitag, den 4. Februar 2011, hatten laut Presseberichten vier Jugendliche im U-Bahnhof Lichtenberg zwei 30 Jahre alte Männer angegriffen, um sie auszurauben. Ein Opfer liegt seitdem mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus. Die Gewalttat hat keinen homophoben Hintergrund. Laut Tagesspiegel (vom 16.02.2011) sagte ein Polizeibeamter über die Tat in Lichtenberg: „Besonders schockierend für uns ist, dass während der Attacke mehrere Leute vorbeigegangen sind, ohne zu helfen.“ Weiter heißt es, „es sei nur ein Notruf eingegangen“.

Hierzu erklärt MANEO-Projektleiter Bastian Finke: „Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig Zivilcourage überhaupt ist. Wir schicken unsere MANEO-Nachtflugbegleiter durch Berlin, die buchstäblich mit Händen und Füßen Sicherheitshinweise geben, wie man sich im Falle eines Falles verhalten sollte. Unsere Performance bedient sich dabei der Sicherheitsanweisungen, wie man sie kurz vor dem Start in einem Flugzeug kennt. Wir wollen wachrütteln, vor allem Besucher unserer bunten Berliner Szenen sensibilisieren, nicht wegzuschauen, sondern Hilfe zu leisten und Vorfälle umgehend zu melden. Mangelnde Hilfsbereitschaft kann auch darauf zurückzuführen sein, dass manche in einer solchen Situation einfach nicht wissen, was sie tun sollen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Dabei geht es gar nicht darum, den Helden zu spielen. Der erste und einfachste Schritt ist, den Notruf zu wählen. Nahezu jeder hat heutzutage ein Handy in der Tasche. Gleichzeitig ist es wichtig, Hilfe zu rufen und krach zu machen. Wenn man dann noch lautstark ruft, dass die Polizei kommt, ergreifen die meisten Täter die Flucht. Genauso wichtig ist es, sich anschließend um das Opfer zu kümmern und auf das Eintreffen der Polizei zu warten. Das alles ist ganz klar auch eine Stresssituation für den oder die Zeugen. Deswegen bieten Opferhilfeeinrichtungen wie z.B. MANEO gezielt auch Hilfe und Unterstützung für Zeugen an. Denn deren Rolle kann man gar nicht wert genug schätzen.“

Seit letztem Freitag wird der MANEO-Safety-Spot im „Berliner Fenster“ ausgestrahlt. Das „Berliner Fenster“ sendet Nachrichten und Informationen über Videos, die in Berliner U-Bahnen zu sehen sind.

Die MANEO-Nachtflugbegleiter und der MANEO-Safety-Spot sind Teil der neuen MANEO-Kampagne. Die MANEO-Kampagne richtet sich gegen Gewalt und Homophobie und wirbt mit gewaltpräventiven Aktionen öffentlichkeitswirksam für mehr Toleranz gegenüber LGBT*-Personen sowie offensiv für mehr Weltoffenheit und Vielfalt in Berlin. Die MANEO-Kampagne wird unter anderem unterstützt von der Stadt Berlin, Berlin Tourismus/Visit Berlin, dem Polizeipräsidenten von Berlin, sowie dem von MANEO initiierten Berliner Toleranzbündnis, dem bereits über 60 Partner angehören.

Den Spot in der Galerie ansehen

 

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