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Berlin, 26.06.2011

MANEO zeigt Flagge zur Berliner Pride Week

Mit einem eigenen CSD-Wagen in Form eines startenden Flugzeugs haben die MANEO-Nachtflugbegleiter den von mehr als 700.000 Menschen besuchten Berliner Straßenumzug am 25. Juni 2011 unter dem Motto „We take off for tolerance“ begleitet. Bereits am Wochenende zuvor hatte MANEO beim 19. Lesbisch-Schwulen Stadtfest im queeren „Regenbogenkiez“ rund um den Nollendorfplatz dem internationalen Publikum Einblicke in seine Anti-Gewalt- und Kiezarbeit gegeben.

„We take off for tolerance!“ – der MANEO-Wagen landet nach mehrstündiger Reise durch die Berliner City am Brandenburger Tor.„We take off for tolerance!“ – der MANEO-Wagen landet nach mehrstündiger Reise durch die Berliner City am Brandenburger Tor.

Nach wie vor sorgen Gewalt und Diskriminierung gegen Schwule, Lesben, Bi und Trans* immer wieder für Schlagzeilen. Die MANEO-Nachtflugbegleiter geben mit ihren Sicherheitshinweisen im typischen Stewardessenlook praktische Tipps, wie im Falle eines Falles zu reagieren und wo Hilfe erhältlich ist. Auf dem Berliner CSD setzten sie ihre Mission öffentlichkeitswirksam fort. Dabei wurden, wie auch schon auf dem Stadtfest, die als Souvenir gefragten regenbogenbunten MANEO-Knutschbären verteilt. Die Botschaft dahinter:

„Vielfalt macht uns bärenstark!“

Nach sechs Arbeitstagen war es am 25. Juni, dem CSD-Samstag, geschafft: Unter fachlicher Anleitung schufen mit vereinten Kräften zeitweilig bis zu zwölf Mitarbeiter von MANEO eine 13 Meter lange und 5 Meter hohe Bühnenkulisse aus Holzbrettern – und das gleich zwei Mal. Denn der CSD-Truck sollte sowohl rechts- wie auch linksseitig mit einem kunstvoll bemalten Bühnenbild glänzen. Das eindrucksvolle Werk, das in mehreren Einzelteilen am Wagen festmontiert worden, zeigte ein Propellerflugzeug, das von den Künstlern MANEO-BAirliner getauft wurde. Der Name entstand in Anlehnung an die MANEO-Knutschbärchen, die auf dem CSD verteilt wurden.

Nach dem noch in der Nacht ein Mitarbeiter auf dem CSD-Wagen mit Plastikplanen gegen Re-genschauer und das Aufweichen der Bühnenkulisse gekämpft hatte, konnte der trockene MANEO-BAirliner am frühen Vormittag zu seiner Startposition 17 auf dem Kurfürsten Damm rollen. Die anfänglichen Bedenken zuständiger Techniker, ob die Maschine aufgrund ihrer Größe auch unter den wegweisenden Lichtanlagen hindurch manövrieren konnte, waren schnell behoben. Pünktlich vor dem Check-In trafen die stilvoll gekleideten MANEO-Nachflugbegleiter ein, die die Gäste an Bord in Empfang nahmen und ihre Plätze zuteilten. Fräulein Ludmila Zornikova, wie immer zurückhaltend und bescheiden, und Fräulein Petzy Wella-Schwarzkopf, unverwechselbar mit ihrer Frisur und Haltung, begrüßten die Gäste auf der Einstiegsgangway. Fräulein Lotti Mops, bekannt durch ihren Zigarrenkonsum, wies auf das geltende Rauchverbot auch auf den Toiletten hin. Fräulein Störte Becker, qualifiziert durch ihre Fingerfertigkeiten, inspizierte die Technik und die Techniker. Mâitresse de Cabine, Fräulein Bärbel von der Panke, unterhielt die Gäste über die Bordanlage mit eventtypischer Bordmusik. Stationen ihres Jungfernfluges per Flugautomatik waren Tauentzienstraße, Wittenbergplatz, Nollendorfplatz, Lützowplatz, Siegessäule und Straße des 17. Juni. Mit an Bord war auch der MANEO-Knutschbär, der seinen Aufenthalt in Moskau unbeschadet überstanden hatte und wieder zurück nach Berlin gefunden hatte. Höhepunkt ihrer Reise war die Begrüßung von Hauptstadt-Kapitän Klaus Wowereit, der mit einer befreundeten Fluglinie ebenfalls sicher den Endpunkt am Brandenburger Tor erreichte.

MANEO informiert auf dem Lesbisch-Schwulen Stadtfest

1993 von MANEO ins Leben gerufen, ist das Lesbisch-Schwule Stadtfest neben dem CSD mittlerweile eines der größten Open-Air-Events im Veranstaltungskalender der Hauptstadt. Rund 400.000 Besucher jährlich feiern den Auftakt zur Berliner Pride Week, deren Höhepunkt die CSD-Parade am darauffolgenden Wochenende ist, mit einer bunten Mischung aus Entertainment undInformation über die Gay Community. MANEO-Projektleiter Bastian Finke hatte das Fest seiner-zeit als Antwort auf wiederholte homophobe Vorfälle rund um den Kiez am Nollendorfplatz initiiert.

Die offensive Demonstration einer LGBT*-Selbstverständlichkeit zeigt bis heute Wirkung, weit über die Grenzen des Kiezes hinaus: Berlin gilt als toleranteste Stadt Deutschlands und ist ein Magnet für queere Touristen aus aller Welt. Auf dem Stadtfest begrüßt wurde deshalb auch erstmals eine Vertretung aus Tel Aviv, die sich mit Künstlern im Rahmen des zweitägigen Kulturprogramms präsentierte. „Ohne die von MANEO initiierte ‚Regenbogenbrücke’ hätte es weder die Kontakte, noch unsere Präsenz auf dem Stadtfest gegeben“, so Adir Steiner, Vertreter der Stadt Tel Aviv, während eines „Tel Aviv-Empfangs“ in der Heilen Welt am Freitag vor dem Stadtfest.

Das ist nicht nur gut so, sondern Ansporn: Jüngst hatten sich auf Betreiben von MANEO Gewerbetreibende, Wirte und mit dem Kiez verbundene Akteure zur Initiative „Pink Schöneberg e.V.“ zusammengeschlossen, die das gemeinsame Ziel teilen, die Attraktivität und Strahlkraft des „Regenbogenkiezes“ weiter zu stärken und nachhaltig auszubauen.
MANEO-Projektleiter Bastian Finke: „‚Building a queer and tolerant neighborhood’ ist eine gemeinsame Vision, die verbindet. Und die in ganz konkrete Aktionen und Projekte mündet, die zu mehr Toleranz und Vielfalt beitragen können – für ganz Berlin. Das hat sich beim Stadtfest gezeigt, und das wird sich in Zukunft zeigen.“

 

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