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Berlin, 16.09.2015

Nächtliche Präventionsarbeit in Kreuzberg, Friedrichshain und Mitte

Die MANEO-Nachtflugbegleiter stehen für gewaltpräventive Vor-Ort-Arbeit in den Szenen Berlins. Am letzten August-Wochenende waren sie in Bars und Clubs in den Stadtteilen Kreuzberg, Friedrichshain und Mitte unterwegs und führten Informationsgespräche. Fast überall wurden sie freudig begrüßt.

Die MANEO-Nachtflugbegleiter (v.l.n.r.): Frl. Brigitte Bonmot, Frl. Frida Van De Kamp, Frl. Patzy Wella-Schwartzkopf, Frl. Bärbel von der Panke und Frl. Dörte Störte-Becker – unterwegs im Simon-Dach-Kiez in Friedrichshain.Die MANEO-Nachtflugbegleiter (v.l.n.r.): Frl. Brigitte Bonmot, Frl. Frida Van De Kamp, Frl. Patzy Wella-Schwartzkopf, Frl. Bärbel von der Panke und Frl. Dörte Störte-Becker – unterwegs im Simon-Dach-Kiez in Friedrichshain.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter von MANEO begannen ihre Aktion am frühen Abend damit, sich in die maßgeschneiderten Kostüme zu werfen, zu schminken und sich in eine fünfköpfige Cabin-Crew zu verwandeln. Anschließend bereiteten sie ihr Handgepäck vor und statteten es mit Informationsmaterial und kleinen Give-Aways aus. „Wie auf jeder Fernreise gibt es auch bei Ausflügen ins Berliner Nachtleben Sicherheitshinweise zu beachten“, so Cabin-Crew-Mitglied Frl. Dörte Störte-Becker. „Für unsere Einweisungen benötigen wir nur kurz die Aufmerksamkeit. Die haben wir dank unserer schicken Uniformen eigentlich immer. Mit unseren Safety-Tipps weisen wir anschließend die Berliner Nachtschwärmer darauf hin, auf sich und andere aufzupassen und Solidarität zu zeigen. Wir weisen auch auf Risiken durch KO-Tropfen hin und raten dazu, auf Getränke aufzupassen. Außerdem informieren wir über unser Beratungsangebot in Berlin.“

Gegen 22.00 Uhr starteten die Nachtflugbegleiter ihre Tour im Friedrichshainer Südkiez, wo sie Bars rund um Boxhagener- und Simon-Dach-Straße aufsuchten. In den Bars, aber auch auf den in der lauen Spätsommernacht von vielen Menschen genutzten Terrassen und Bürgersteigen kamen sie mit vielen Menschen ins Gespräch und vermittelten ihnen ihre Tipps und Hinweise. Weiter ging es über das RAW-Gelände. Hier freuten sich Betreiber von Bars, Kiosken, Spätkaufs, Straßenmusikanten und Streife laufende Polizistinnen und Polizisten über den Besuch. Anschließend zog die Cabin-Crew über die Warschauer Brücke in den Wrangelkiez und stöckelten schließlich durch die Oranienstraße, durch Seitenstraßen bis zum Kottbusser Tor. Danach ging es zur Heinrich-Heine-Straße in Mitte. Zu den besuchten Bars und Clubs gehörten unter anderen: Große Freiheit 114, Himmelreich, Bar zum Schmutzigen Hobby, Die Busche, Golden Finish, SO36, Möbel Olfe, Südblock und der KitKatClub. Letzte Station war die Bar Heile Welt im Schöneberger Regenbogenkiez.

„Von abgedunkelten Hinterzimmern zu grellem Scheinwerferlicht, vom Entspannen auf dem Plüschsessel zum kollektiven Zucken auf der Tanzfläche, von Bad Taste über hippen Streetstyle bis zu Fetisch: Auf unseren Touren sehen wir die ganze Vielfalt der Berliner Szenen in einer Nacht!“, resümierte Frl. Patzy Wella-Schwartzkopf, als sie gegen 3 Uhr morgens nach getaner Arbeit ihre Füße aus den weißen Absatzschuhen befreit und auf dem Leder-Sofa in der Heilen Welt ausgestreckt hatte.

„Wir freuen uns, dass unsere Arbeit durch die Bank so gut angenommen wird. Wir erhalten viel Zuspruch. In allen Bars und Clubs hat uns das Personal mit offenen Armen empfangen, uns eingeladen und uns gezeigt, dass sie unsere Arbeit unterstützen. Ein toller Rückhalt aus den Szenen“, ergänzte Frida Van de Kamp.

„Auf der Oranienstraße in Kreuzberg haben uns zwar einige junge Männer ‚Aufhängen!‘ und ‚Todesstrafe!‘ zugerufen, doch das blieb die einzige Ausnahme. Wir sind überall und lassen uns nicht verdrängen. Wir werden weiterhin in ganz Berlin sichtbar und unterwegs sein und dafür sorgen, dass wir alle Menschen erreichen können“, so Frl. Brigitte Bonmot.

Die MANEO-Nachtflugbegleiter sind ein Vorort-Team von MANEO. Regelmäßig zeigt das schwule Anti-Gewalt-Projekt Präsenz vor Ort in den vielfältigen Berliner Szenen, mit Informationsständen auf Veranstaltungen, in Cruising-Gebieten und auf der Straße.

 

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