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Berlin, 09.10.2015

US-Botschafter appelliert: LGBT-Menschenrechte müssen nicht nur in den Köpfen und Herzen der Menschen ankommen, sondern auch im Bundestag

Gestern Abend hat MANEO, das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin, der US-Botschaft einen „Kiss Kiss Berlin – Regenbogenkuchen“ überreichen. Der Kuchen war vom Hotel Palace Berlin gebacken und gestiftet worden. Mit der Aktion wurde die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zur gleichgeschlechtlichen Eheschließung in den USA im Juni 2015 nachträglich gewürdigt.

v.l.n.r James Conlon, Bastian Finke, Kimberly Emerson, US-Botschafter John B. Emerson. © Foto:
B.Tochatschekv.l.n.r James Conlon, Bastian Finke, Kimberly Emerson, US-Botschafter John B. Emerson. © Foto:

Bei der gemeinsamen Aktion von MANEO und Hotel Palace Berlin traf trotz des dichten Verkehrs der ‚Kiss Kiss Berlin – Regenbogenkuchen‘ noch rechtzeitig in der US-Botschaft am Brandenburger Tor ein, um von US-Botschafter John B. Emerson und seiner Gattin Kimberly Emerson angeschnitten zu werden. Wegen des regnerisch-herbstlichen Wetters war für den Anschnitt eigens das Kaminzimmer hergerichtet und für eine angenehme Atmosphäre Feuer gemacht worden. Unter den Gästen waren prominente Unterstützerinnen und Unterstützern von MANEO, zu denen Vizepräsident Thorsten Manske von Hertha-BSC und Ralf Ostendorf von Visit Berlin, beide Mitglied in dem von MANEO organisierten Berliner Toleranzbündnis zählten, so wie Schauspielerin Maren Kroymann und Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss und die Beiratsmitglieder Peter Kurth und Norbert Thormann. Dem Anschnitt wohnte auch bei James Conlon, amerikanischer Dirigent, der am 11. Oktober in der Berliner Philharmonie das Deutsche Symphonieorchester dirigiert, und Evan Wolfson, der kurz zuvor in Berlin eingetroffen war. Er ist Gründer und Präsident der Bewegung Freedom to Marry, die sich für gleiche Rechte bei der Eheschließung einsetzt. 2004 ernannte das Time Magazine ihn zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt.

„Die Gleichbehandlung von schwulen, lesbischen, bisexuellen und Transgender-Personen ist eine der großen bürgerrechtlichen Herausforderungen unserer Zeit“, erklärte Botschafter Emerson in seiner Begrüßungsansprache. „Der Kampf um die Menschenrechte der LGBTGemeinschaft muss nicht nur in den Herzen und Köpfen aller Menschen, sondern auch im Bundestag, der UN-Vollversammlung, dem US-Kongress und, wie bereits geschehen, im Supreme Court gewonnen werden.“

Begleitet wurde der Botschafter von seiner Gattin Kimberly Emerson. „Der Schutz der allgemeinen Menschenrechte ist eine zentrale diplomatische Aufgabe unserer beiden Länder. Wir sind moralisch verpflichtet, gerechte und tolerante Gesellschaften zu fördern. Wir alle können etwas bewegen – auf die eine oder andere Weise“, erklärte die Rechtsanwältin und Bürgerrechtsaktivistin, die dem internationalen Vorstand von Human Rights Watch angehört.

Anlass für die Aktion war die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA, mit der Ende Juni landesweit in allen 50 Bundesstaaten die Homo-Ehe für rechtens erklärt und betont wurde, dass die amerikanische Verfassung ein Recht auf gleichgeschlechtliche Eheschließungen garantiere.

Mit dieser Entscheidung erreichte nach dem positiven Votum der Iren für die Homo-Ehe ein weiteres ermutigendes Signal Deutschland. Mit dem „Kiss Kiss Berlin – Regenbogenkuchen“- Anschnitt bedankte sich MANEO für diese mutige Entscheidung, deren Signalwirkung von großer Bedeutung ist. Dieser Dank richtete sich jedoch vor allem auch an die vielen Menschen und deren langanhaltendes, bewundernswertes Engagements, die sich über Parteiengrenzen hinweg für die Eheöffnung engagiert hatten. Dazu zählten LSBT*, ihre Angehörigen, Freundinnen und Freunde, allen voran Präsident Barack Obama.

In seiner Ansprache erinnerte MANEO-Leiter Bastian Finke daran, dass uns die jungen Entscheidungen in den USA und Irland mahnen. „Die weiterhin bestehende Benachteiligung von homosexuellen Paaren muss beendet werden“, erklärte er. Um Ungleichbehandlung, weiterer Diskriminierung und Ausgrenzung – letztendlich auch vorurteilsmotivierter Gewalt – vorzubeugen, kann die Antwort nur sein, sich entschlossen für die Grundfesten unserer Demokratie zu engagieren. „Dieses Engagement kann nur ein Ziel haben: die Gleichberechtigung.“

 

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