Pressemitteilung

Berlin, 15.07.2011

Lala Süßkind erhält den Tolerantia-Preis 2011

Im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus Schöneberg am 14.07.2011 gibt Bastian Finke, MANEO-Projektleiter, Lala Süßkind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, als diesjährige deutsche Preisträgerin des Tolerantia-Preises für herausragendes Engagement gegen Homophobie und Hassgewalt bekannt.

v.l.n.r.: Bastian Finke, Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, und Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin. v.l.n.r.: Bastian Finke, Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, und Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin.

Der Tolerantia-Preis wird seit 2006 jährlich von einem Bündnis national wirkender und anerkannter schwuler und schwullesbischer Anti-Gewalt-Projekte in Europa vergeben. Diese engagieren sich gegen Homophobie und Hassgewalt, für Vielfalt und Toleranz in ihrem Land und Europa. Sie kooperieren miteinander und unterstützen sich gegenseitig. Zum Bündnis zählen derzeit: MANEO (Deutschland), SOS-Homophobie (Frankreich), Lambda-Warschau und Kampania Przeciw Homofobii (Polen) und COGAM (Spanien). Grundlage für diese „Berlin Alliance Against Homophobia“ ist die gemeinsam unterzeichnete „Tolerancia-Erklärung“. Als Ausdruck dieses Bündnisses und in Anerkennung von beispielhaften Leistungen wird der europäische Gemeinschaftspreis jährlich an herausragende Persönlichkeiten und Projekte vergeben.

„Für das Jahr 2011 hat eine Jury um MANEO als Preisträgerin aus Deutschland die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Lala Süßkind  Mutter zweier erwachsener Kinder ist seit 2008 Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, zu der etwa 11.000 Mitglieder zählen. Sie ist Mitglied des Präsidiums des Zentralrates der Juden in Deutschland. Mit ihrem Engagement für die „Regenbogenbrücke“ hat sie ein beispielhaftes Zeichen in unserer Gesellschaft und in der Jüdischen Gemeinde gesetzt. Homophobie und Hassgewalt ist ein gesamtgesellschaftliches wie auch ein weltumspannendes Problem. Wir sehen in Berlin, in Deutschland, in Europa, in Israel, in den arabischen Nachbarstaaten, in der ganzen Welt, dass Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ausgegrenzt und benachteiligt, ja eben auch immer wieder körperlich angegriffen werden. In manchen Staaten existiert noch immer die Todesstrafe für gleichgeschlechtliche Liebe. Mit ihrem Einsatz für die Regenbogenbrücke hat sich Lala Süßkind gleichsam in herausragender Weise für die Gleichberechtigung von Homosexuellen Menschen, für LGBT*, eingesetzt, damit gegen Homophobie und Hassgewalt – für Toleranz und Vielfalt in unserer Stadt und unserer Gesellschaft. Wir würdigen diesen Einsatz.“

Die Preisverleihung wird im Dezember in Paris stattfinden.

 

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