Pressemitteilung

Berlin, 25.09.2008

MANEO-Vernissage - Zeugnisse schwulenfeindlicher Gewalt’ in Reinickendorf

„Kein Protest, sondern ein Dialogangebot!“ MANEO sucht weiterhin das Gespräch mit allen Beteiligten

Heute Mittag präsentierte MANEO seine Wanderausstellung „Zeugnisse schwulenfeindlicher Ge-alt“ auf dem Rathausvorplatz der Reinickendorfer Öffentlichkeit, nachdem das Bezirksamt einer öffentlichen Präsentation im Foyer des Rathauses eine Absage erteilt hatte. Die Reinickendorferinnen und Reinickendorfer waren deshalb eingeladen worden, sich selbst ein Bild zu machen und nahmen das Informations- und Gesprächsangebot interessiert an.

Die zur Begründung der Ablehnung vonseiten des Bezirks vorgebrachte Argumentation, die in der Ausstellung gezeigten Bilder von realen Auswirkungen schwulenfeindlicher Gewalt seien unter Jugendschutzgesichtspunkten nicht zu vertreten, ist nicht haltbar: Die Bildmotive sind in den erkennbaren Kontext einer Ausstellung eingebunden, außerdem betitelt und beschriftet sowie von Texten begleitet, die den Betrachter über den Hintergrund informieren. Die Ausstellung richtet deshalb den Fokus auf die Tat als solche, die brutal und verwerflich war, sowie auf die damit einhergegangenen Folgen für die Opfer. 

Die Ausstellung regt zum Nachdenken und zu Gesprächen über vorurteilsmotivierte Hassgewalt gegen Homosexuelle an. Es ist wichtig, dass dieses Thema in der Öffentlichkeit wahrgenommen und auch thematisiert wird, weswegen MANEO sein Bemühen um ein Forum mit der heutigen Aktion unterstrich: Homophobie und Hassgewalt darf nicht als Verschlusssache behandelt werden.

MANEO möchte den Bezirk – das heißt: alle in der BVV vertretenen Parteien – dazu einladen, mit einer gemeinsamen Initiative „Tolerantes Reinickendorf“ ein Signal über den Bezirk hinaus zu senden und dem gemeinsamen Willen Ausdruck zu verleihen: wir brauchen auch klare Zeichen gegen Diskriminierung und Gewalt gegen Homosexuelle.
Die im Vorfeld der Aktion vonseiten des Berliner Arbeitskreises Lesben und Schwule in der Union (LSU) verbreitete Position, MANEO hätte zum Protest gegen das CDU-geführte Rathaus aufgerufen, sind indes fehlerhaft. Anders als von der LSU dargestellt, handelte es sich bei der Aktion keineswegs um ein „parteipolitisch geprägtes“ Manöver; MANEO verweist in diesem Zusammenhang auf den genauen Wortlaut seiner Pressemeldung vom 23.09.2008.

 

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