Berlin, 24.01.2012
Mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern zieht MANEO nachts durch die Berliner Szenen und leistet gewaltpräventive Vorort-Arbeit. Als „Nachtflugbegleiter“ verteilen sie Informationsmaterial, weisen auf Gefahren und Hilfsangebote hin und werben für Achtsamkeit und Solidarität – und kommen so mit vielen Menschen direkt ins Gespräch.
Für mehr Achtsamkeit und Solidarität: Die sechs MANEO-Nachtflugbegleiter sind in den Berliner Szenen unterwegs, hier vor der Großen Freiheit in Friedrichshain.
Diesmal führe sie ihre Szenetour durch Berlin-Friedrichshain und -Kreuzberg. Am 13. Januar besuchten sie verschiedene Bars und Clubs, beispielsweise Große Freiheit, Zum schmutzigen Hobby, Roses, Bierhimmel, Möbel Olfe, das Rauschgold, das SchwuZ und zum Abschluß noch in die Heile Welt in Schöneberg. Bis um 04:00 Uhr morgens waren sie in ihrer Aufmachung als „Stewardessen“ unterwegs. „Wir haben mit so vielen Menschen gesprochen, die aufmerksam und sehr interessiert waren, so Patzy Wella-Schwarzkopf von MANEO. „Unter ihnen waren viele Berlin-Touristen, die wir auf Englisch informierten, dass wir uns mit diesen Aktionen für eine Stadt der Vielfalt stark machen, gegen Homophobie und Hassgewalt mobili-sieren und für mehr Solidarität werben“, so Nachtflugbegleiterin Fräulein Ludmilla Zornikowa.
„Unsere Szenen in der Stadt sind bunt, vielfältig und lebendig. Viele Menschen kommen deshalb gerne in unsere Stadt. Trotzdem müssen wir regelmäßig auch um Achtsamkeit werben. Mit unserem Infomaterial bieten wir beispielsweise auch nützliche Tipps und Hinweise zu ‚KO-Tropfen’ und ‚Blind Dates’, wie uns jüngste Vorfälle wieder vermittelt haben“, so Fräulein Lotti Loretta Mopps.
„Die Idee zu einer Vorort-Arbeit mit den MANEO-Nachtflugbegleitern entstand bereits vor vielen Jahren. „Realisieren konnten wir sie jedoch erst 2010“, so Bärbel von der Panke, Maîtresse de Cabine. „Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter haben Spaß an dieser Arbeit. Jeden Monat ziehen wir einmal durch unterschiedliche Berliner Szenelocations. Wir kommen deshalb so gut an, weil wir eine ernste und wichtige Botschaft unaufdringlich in den Szenen vermitteln. Das dies nach wie vor erforderlich ist, wie uns aktuelle Meldungen immer wieder zeigen.“
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