Fallbeispiele

„Schwule Sau!“

Die Mehrheit der schwulenfeindlichen Taten, die MANEO berichtet werden, ereignen sich in aller Öffentlichkeit: in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf offener Straße. In der letzten Zeit sorgten gleich mehrere schwere Übergriffe auf schwule Männer für Schlagzeilen:

Im Volkspark Friedrichshain erlitt im Juli 2008 ein 41-jähriger Familienvater, der für schwul gehalten und des-halb krankenhausreif geschlagen worden war, einen Kieferbruch; der heterosexuelle Mann leidet seither an den Folgen des Übergriffs. Einen Monat später wurden in einem Friedrichshainer Hausflur zwei Homosexuelle mit Flaschen attackiert und schwulenfeindlich beschimpft.

Im Tiergarten waren im August 2008 mehrere schwule Männer überfallen worden. Dabei wurde ein 48-Jähriger halbtot geschlagen, lag mehrere Wochen im Koma und war noch nach langer stationärer Behandlung auf Pflege angewiesen.

Im Oktober 2008 wurde ein 33-Jähriger in der U-Bahn Opfer eines schweren schwulenfeindlichen Übergriffs. Zwei junge Männer mit Migrationshintergrund attackierten ihn aufgrund seiner Homosexualität, schlugen und traten in aller Öffentlichkeit auf ihn ein. Der 33-Jährige, dem Zeugen sofort zu Hilfe eilten, erlitt einen doppelten Kieferbruch und konnte erst nach fünf Tagen aus der stationären Behandlung im Krankenhaus entlassen werden. Wenige tage später wurde ein lesbisches Paar in Hellersdorf geschlagen, getreten und mit Farbe be-sprüht; der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen, da die Polizei homophobe Hassgewalt als Tatmotiv vermutete.

Im Januar 2009 wurde ein 23-jähriger schwuler Mann lebensgefährlich verletzt und musste aufgrund massiver Kopfverletzungen notoperiert werden. Er und ein Freund waren unterwegs in einer Bar im Schöneberger Szene-kiez, als sie von fünf Unbekannten brutal angegriffen wurden. Die Polizei ermittelte.

Hilfestellung

MANEO unterstützt Betroffene mit Gesprächen, der Erledigung notwendiger Formalitäten und durch Weiterver-mittlung. Bis zur Gerichtsverhandlung, die oftmals erst Monate später stattfindet, können die Betroffenen mit unserer Beratungsstelle Kontakt halten und dabei über Rückschlage und Fortschritte ihres Genesungsprozesses berichten. Unser vollständiges Beratungsangebot findest du >> hier.

Tipps für den Notfall

Erbitte Hilfe von Passanten oder in Geschäften, wenn …

Angst zu haben ist keine Schande! Sind aber andere in Gefahr:

Bedenke bitte:

Fallbeispiele

Gewalt gegen Schwule ist grausam – und leider alltäglich. MANEO dokumentiert sämtliche an das Projekt herangetragenen Straf- und Gewalttaten. Volle Aktenordner, doch eigentlich handelt es sich nur um die Spitze eines Eisberges, dessen ganzes Ausmaß im Dunkeln bleibt.

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Fallbeispiele 2013

Die in diesem Dokument vorgestellten Fallbeispiele aus dem Jahr 2013 sollen ein Bild von der Vielschichtigkeit homophober Übergriffe vermitteln.

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Notfalladressen


Unser Notfall-PDF bietet Adressen von Soforthilfen z.B. Polizei, ärztlicher Notfalldienst, Krisendienst, Drogennotdienst, und anderen Beratungseinrichtungen in Berlin.

notfalladressen.pdf (173 kb)

Schütz Dich!


Hier kannst du einige Tipps nachlesen, die Dir dabei helfen können, Gewaltsituationen vorzubeugen. Es gibt jedoch leider keine Rezepte für alle Lebenslagen, da jede Situation anders ist und wir alle Situationen unterschiedlich einschätzen.

schuetz_dich.pdf (120 kb)

Unser Beratungsangebot

Unser vollständiges Beratungsangebot findest du auf den folgenden Seiten.

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