Flüchtlinge als Opfer von Diskriminierung und Gewalttaten in Berlin

 

Die zunehmende Anzahl von Geflüchteten und Asylsuchenden in Berlin prägt die Arbeit von MANEO seit 2014. Auch in den Vorjahren hatten wir vereinzelt geflüchtete Menschen beraten und unterstützt. Seit 2014 werden jedoch unsere Beratungsangebote sehr viel stärker von homo-, bi- und trans*-Menschen genutzt, die vor Krieg und Gewalt aus Regionen Afrikas, des Mittleren und Nahen Ostens und Asiens geflohen sind und in Deutschland Zuflucht suchen.

Seit 2015 erreichten uns Anfragen aus dieser Personengruppe, die nicht nur von Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen berichteten, die sie in ihren Heimatländern und auf der Flucht erlitten haben, sondern auch auf den Straßen und in den Unterkünften Berlins, wo sie derzeit untergebracht sind. In unserem MANEO-Report 2015 hatten wir beispielhaft von konkreten Fällen berichtet. Vorfälle, die uns gemeldet wurden, erreichten uns einerseits durch unmittelbar Betroffene, die eigenständig den Weg zu uns gefunden hatten und von Bekannten und Freunden der Betroffenen, die uns bereits kannten. Meldungen erreichten uns außerdem von Personen, die in Wohnheimen, Gemeinschaftsunterkünften, Beratungsstellen und medizinischen Versorgungseinrichtungen arbeiteten.

Mit diesem Angebot erweitert nun MANEO seine Arbeit für die Zielgruppe schwuler und männlich-bisexueller Geflüchteter. Damit wird das Angebot für geflüchteten LSBT* verbessert, die in Berlin Opfer von vorurteilsmotivierten Übergriffen und von Diskriminierung geworden sind, die gleichzeitig auch die soziokulturellen Lebensumstände, Sprachunterschiede, die Auswirkungen der Fluchtursachen und der Flucht als zusätzliche Belastungen erleben. Das Angebot schafft ein niedrigschwelligen Zugang zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten, unterstützt durch aufsuchende Vorort-Arbeit.

Mit dem Beratungsangebot für Flüchtlinge als Opfer von Straftaten und Übergriffen in Berlin wird ein individueller Unterstützungsbedarf von Betroffenen ermittelt und ein Unterstützungsplan erstellt. Gespräche können in Englisch, je nach Sprachkompetenz der Betroffenen mit Sprachmittler für Arabisch und Farsi durchgeführt werden.

Diversity Equality Tolerance

اللاجئين كضحايا الجريمة والاعتداء في برلين

Fallbeispiele

Gewalt gegen Schwule ist grausam – und leider alltäglich. MANEO dokumentiert sämtliche an das Projekt herangetragenen Straf- und Gewalttaten.

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Beratung und Hilfe

MANEO c/o Mann-O-Meter e.V.

Bülowstraße 106
10783 Berlin

U-Bahnhof Nollendorfplatz (U2)

Fax: 030-236 381 42
E-Mail: maneo@maneo.de

Schwules Überfalltelefon

Tel: 030-216 33 36
(täglich 17-19 Uhr)

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