Die MANEO-Gewaltpräventionskampagne

Wir Leben Toleranz.
Gegen Homophobie und Hassgewalt.
Für Vielfalt.

Die MANEO-Gewaltpräventionskampagne stellt sich der Herausforderung, Homophobie und Hassgewalt gegen schwule und bisexuelle Männer und Jugendliche in Berlin effektiv zu bekämpfen. LGBT*-Personen sind in Berlin von spezifischen Formen der Gewaltkriminalität betroffen, die sich oft durch eine große Brutalität auszeichnen. Die tatsächliche oder unterstellte sexuelle Identität der Opfer spielt für die Motivlage der Täter dabei oft eine wichtige Rolle. MANEO unterstützt und berät Opfer homophober Gewalttaten und erfasst die Taten statistisch.

Im Rahmen der Gewaltpräventionskampagne entwickeln wir Strategien und Maßnahmen, die diesen Formen der Gewalt vorbeugen: Durch gezielte Information und Sensibilisierung der NutzerInnen und BesucherInnen schwul-lesbischer Szeneeinrichtungen machen wir diese auf Gefahrenlagen aufmerksam. Dieses Wissen hilft ihnen dabei, potentielle Gefahren besser erkennen und Risiken verantwortungsbewusst einschätzen zu können. Durch Vernetzungsarbeit in den Szenen schaffen wir eine Atmosphäre der Solidarität mit Opfern und Zeugen homophober Gewalttaten und zeigen den Tätern, dass ihr Handeln nicht ohne Folgen bleibt. Wir wollen, dass Homosexuelle nicht weiter passive Opfer sind, die aus Angst und Scham schweigen: Wir zeigen Selbstbewusst-sein, stellen uns der Gewalt entgegen, und etablieren so eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Berliner Polizei und anderen staatlichen Organen.

Die Kampagne richtet sich an schwule und bisexuelle Männer und Jugendliche. Sie spricht einerseits Menschen an, die bereits in Berlin leben und in unserer Stadt angekommen sind. Mit geeigneten Maßnahmen werden sie angesprochen und auf Gefahren hingewiesen. Andererseits werden Menschen angesprochen, die sich kurzzeitig in Berlin aufhalten, vor allem Touristen, aber auch Pendler, Austauschstudenten, Arbeitsmigranten etc. Diese Berlinbesucher werden auf Gefahrensituationen aufmerksam gemacht und mit Informationen auf Wege hinge-wiesen, wie sie Strafanzeige erstatten sowie Beratung und Hilfe erhalten können. Berlin präsentiert sich gegen-über Homo- und Bisexuellen damit als weltoffen und tolerant und bleibt als Standort für LGBT*-Personen und ihre Freunde und Angehörigen attraktiv.

Die Gewaltpräventionskampagne setzt vor allem auf Maßnahmen der Vorort-Arbeit: Wir sind zu den unterschiedlichsten Anlässen in den Szenen unterwegs und informieren rund um das Thema homophobe Gewaltkriminalität. Dabei weisen wir immer wieder darauf hin, dass Toleranz und Vielfalt keine abstrakten Werte bleiben dürfen: Wer will, dass sie Realität werden, muss auch etwas dafür tun. Wir setzten auf kreative Aktionen und verbinden eine ernste Botschaft mit Spaß und Humor: Wir wollen, dass wir alle die schönen Seiten der schwul-lesbischen Szenen in Berlin genießen können – Homophobie und Hassgewalt haben hier keinen Platz.

Für unsere Vorort-Aktionen sind wir auf die Mitarbeit kreativer Ehrenamtler angewiesen. Zusammen gehen wir raus in die Stadt – in die Bars, Cafés und Clubs der Szene, in die Parks und Cruisinggebiete, auf schwul-lesbische Großveranstaltungen und Polit-Events – und bringen unsere Botschaft der Gewaltprävention unter die Menschen. Dabei zeigen wir: Unsere Herzen schlagen für Toleranz und Vielfalt!

Alle Bausteine der durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie ermöglichten Kampagne findest du unter Kampagne.

Kampagnenbausteine

Alle Bausteine der durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie ermöglichten MANEO-Gewalt-präventionskampagne findest du unter dem Menüpunkt Kampagne.

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