News-Ticker

Schöner Cruisen im Volkspark Friedrichshain

Mit Beginn der Outdoor-Saison  und passend zur Zeitumstellung hatte MANEO zu seiner Putzaktion „Schöner Cruisen“ in den Volkspark Friedrichshain eingeladen. MANEO will sensibilisieren, weniger Müll in den Parkanlagen zu hinterlassen, und gleichzeitig gewaltpräventive Aufklärungsarbeit in Cruisinggebieten stärken.

28.03.2026 – Unterstützung für seine Aktion erhielt MANEO wieder von der Polizei, hier von der zuständigen Direktion 5 und der Ansprechperson für LSBTIQ+ der Polizei Berlin Die Polizei informierte mit einem Informationsstand Parkbesucher*innen über die gemeinsame Aktion. Mit dabei waren auch Freiwillige, die beim Aufräumen mitmachten. Beseitigt wurden in einem kleinen Areal rund um das Spanienkämpferdenkmal viele unschöne Hinterlassenschaften, beispielsweise leere Bier-, Sekt- und Schnaps-Flaschen, Drogenkonsumrückstände wie Spritzen, benutzte Kondome, schmutzige Taschentücher, Unmengen an Zigarettenstummeln usw. Vieles stammt von allgemeinen Parknutzenden, einiges auch von Cruisern. Während der Aktion, die von 13 bis 15 Uhr dauerte, wurden mehrere Tüten gefüllt mit Müll eingesammelt. 

MANEO appelliert an alle, die dieses Gebiet nutzen, den eigenen Müll nicht einfach in die Natur zu werfen, sondern in die dafür vorgesehenen Müllbehälter oder, wenn keine da sind, den eigenen Müll zu Hause wegzuwerfen. Auch viele Cruiser stört es, wenn die Parknutzenden den Park vermüllt hinterlassen . Einige haben selbst Initiative ergriffen und im Cruisinggebiet kleine Mülltüten aufgehängt. Eine lohnenswerte Initiative. Sinnvoll wäre es auf jeden Fall, wenn auch der Bezirk mehr Mülleimer aufstellen würde.

Mit Bunten Blumen für ein Buntes Berlin

Anlässlich des Internationalen Tag gegen Rassismus setzte MANEO mit einer Aktionen sichtbares Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt in Berlin. Unter dem Motto „Mit bunten Blumen für ein buntes Berlin“ verteilen wir gemeinsam mit Jugendlichen und Schüler*innen an verschiedenen Orten in der Stadt Flyer mit Blumensamen. Wir luden ein, im wahrsten Sinne des Wortes bunt zusammenzuwachsen.

21.03.26 – Der Internationale Tag gegen Rassismus geht auf das Sharpeville-Massaker in Südafrika zurück. Am 21. März 1960 wurden dort friedliche Demonstrierende von der Polizei erschossen, als sie gegen das rassistische Apartheid-System protestierten. Dieses Ereignis mahnt bis heute, wie wichtig es ist, Diskriminierung entschlossen entgegenzutreten.

Mit unserer Aktion bieten wir Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit sich sichtbar und aktiv gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit zu engagieren. In den letzten Tagen veranstalteten wir insgesamt vier Aktionen: am 16.03.2026, in Neu-Hohenschönhausen, hier mit unserem Netzwerkpartner ‚gegen Rassismus Hohenschönhausen‘, und am 24.03.2026, in Marzahn Nord, mit unserem Netzwerkpartner ‚Julius-Hecker-Schule‘, in Neukölln, mit unseren Netzwerkpartner*innen MaDonna Mädchenkult.Ur e.V. und Morus 14 e.V., und am Nollendorfplatz mit 70 Schüler*innen aus 6 Schulen sowie unserem Netzwerkpartner ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘.

Die Aktionen Mit Bunten Blumen für ein Buntes Berlin ist Auftakt der MANEO-Empowermentkampagne Kiss Kiss Berlin, die bis zum Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie und Trans*phobie am 17.05.2026 stattfindet. Gemeinsam setzen wir Zeichen für Respekt, Vielfalt, gegen Menschenhass und für ein solidarisches Miteinander in unserer Stadt.

U-Bahnhof Nollendorfplatz erhält den Zusatz Regenbogenkiez

02.02.2026 – Laut einer Meldung der LSU wird die BVG die U-Bahnstation Nollendorfplatz künftig offiziell mit dem Zusatz „Regenbogenkiez“ ausschildern – inklusive Regenbogenfahne. Das habe Verkehrssenatorin Ute Bonde so mitgeteilt.

Für diese Initiative hatte sich Klaus Hackenschmied, queerpolitischer Sprecher der CDU, gemeinsam mit der CDU und der LSU stark eingesetzt. Ein wichtiges und sichtbares Zeichen mitten in Berlin.

Der Regenbogenkiez steht seit Jahrzehnten für das vielfältige Leben von LSBTIQ+, für eine bewegte Geschichte und Kampf um Gleichberechtigung und für ein buntes Nachtleben. Gerade in Zeiten zunehmender Bedrohung und Gewalt gegen LSBTIQ+ Menschen ist dieser Schritt ein sichtbares Zeichen.

Holocaustgedenktag – Gemeinsames Gedenken am Gleis 17

27.01.2026 – Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Aus diesem Anlass haben heute Vormittag der Berliner Fußball – Verband, Hertha BSC, der 1. FC Union Berlin und MANEO mit Mitgliedern seines Beirates Blumen und Kränze am Gleis 17 niedergelegt und eine Schweigeminute abgehalten. Gedacht wurde den verfolgten, deportierten und ermordeten Menschen im Nationalsozialismus. Ab Herbst 1941 waren von hier 10.000 deutsche Juden in Arbeits- und Konzentrationslager deportiert und größtenteils ermordet worden.

Noch immer wird propagiert, Fußball müsse politisch neutral sein, auffällig oft gerade dann, wenn sich Fans gegen Rassismus, Antisemitismus oder LSBTIQ+ -Feindlichkeit engagieren. Das schafft aber gerade Raum für diejenigen, die gesellschaftliche Vielfalt abschaffen und ihre antidemokratischen Überzeugungen durchsetzen wollen. Die Geschichte lehrt uns, dass sich der Fußball und ganz allgemein der Sport gegen die Vereinnahmung durch Antidemokraten wehren müssen. Sport kann niemals unpolitisch sein, wenn er den eigenen Prinzipien treu sein will:  Was im Sport zählt, sind Leistungen, Sport ist zugänglich für alle, unabhängig von Herkunft, Glauben, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Fußball und Sport insgesamt tragen eine große Verantwortung in unserer Gesellschaft, demokratische Werte zu verteidigen, zu fördern und zu leben – und immer eine klare Haltung zu zeigen.

Lala Süsskind, Vorstandsvorsitzende des Jüdischen Bildungswerk für Demokratie und gegen Antisemitismus, Mitglied des Circle of Friends und Beiratsmitglied von MANEO betonte, dass es nicht ausreiche, nur zu wiederholen ‚Nie wieder!‘. „Engagement muss sich stets im Alltag an Taten beweisen“. Christian Arbeit, Mitglied des Präsidiums vom 1. FC Union Berlin, warnte angesichts der erneuten Zunahme von Antisemitismus und Rechtsextremismus: „Es fällt nicht vom Himmel. Es sickert ein, ganz allmählich.“ Hertha-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich führte hierzu weiter aus, dass nur das tägliche Engagement helfe, sich gegen demokratiefeindliche Tendenzen zu wehren. Das Vertrauen in unsere Demokratie „müssen wir uns alltäglich, aber gerade heute, vor Augen halten und stärken“. Zu den Rednern gehörte auch Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball – Verband, der daran erinnerte, wie wichtig es ist, junge Menschen in die Erinnerungskultur einzubinden. „Denn sie werden später Verantwortung übernehmen, worin wir sie heute stärken müssen.“

An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Gäste teil, unter ihnen S.E. Jiří Čisttecký, der Botschafter der Tschechischen Republik, Iwona Jakuszko-Dudka, die stellvertretende Leiterin der Botschaft der Republik Polen, Thomas Härtel, ehem. Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport, René Powilleit, LSU-Landeschef und Sandra Khalatbari (MdA), CDU-Fraktion, Vertreter der Schwarzkopf-Stiftung und Schulklassen , u.a. von der Sekundarschule Wilmersdorf und des Inge-Deutschkron-Gymnasiums.

Polizei bittet um Mithilfe – Wer erkennt diesen Mann?

21.01.2026 – Die Berliner Polizei hat einen Aufruf veröffentlicht und bittet um Mithilfe. Am 03.08.25, gegen 01:50 Uhr, wurden zwei Männer, 37 und 38 Jahre alt, von dem Gesuchten an der Maaßenstraße Ecke Nollendorfplatz angegriffen, nachdem sie dessen Freundin angesprochen hatten. Dabei schlug der Gesuchte zunächst dem 37-Jährigen mit der Faust ins Gesicht, trat ihm gegen den Kopf, als der 37-Jährige am Boden lag und schlug ihm anschließend noch mit einem Aufsteller auf den Kopf. Auch den 38-Jährigen schlug er mit der Faust ins Gesicht.

Mehr Informationen und Kontakt zur zuständigen Polizeidienststelle: https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2026/pressemitteilung.1635754.php

MANEO bietet sich für Beratung und Unterstützung an.

Tolerantia Awards 2025 in Paris vergeben

06.12.2025, Paris – Zum 20. Mal wurden die Tolerantia Awards als deutsch-französisch-polnisch-nordirischer Gemeinschaftspreis verliehen. Eingeladen hatte in diesem Jahr die französische Partnerorganisation SOS homophobie nach Paris. Nur aus Polen konnte in diesem Jahr niemand anreisen. Der polnische Tolerantia Awards wird deshalb nachträglich in Warschau an die polnische Preisträgerin vergeben.

Die Preisverleihungszeremonie fand auf dem Boot Louisana am Port de la Râpée auf der Seine statt. Nach einem abendlichen Empfang zu Ehren der diesjährigen Preisträger*innen wurden die Tolerantia Awards 2025 im Anschluss feierlich an die Gewinner*innen überreicht – eingebettet in ein Kulturprogramm mit vielfältigen musikalischen Darbietungen.

Von deutscher Seite aus wurde die Polizei Berlin gewürdigt, die in Paris von der Berliner Polizeipräsidentin Dr. Slowik Meisel persönlich vertreten war. Mit dem Preis wird vor allem auch das Engagement vieler engagierter Menschen innerhalb der Polizeibehörde gewürdigt, die in der Vergangenheit und auch heute mit dazu beigetragen haben, dass sich eine Strafverfolgungsbehörde wandeln kann, die in Deutschland Homosexuelle diskriminiert, in der alten Bundesrepublik mit dem Strafparagraphen 175 noch bis 1994 strafrechtlich verfolgt hat. Mit ihrer persönlichen Anwesenheit unterstrich Frau Dr. Slowik Meisel gleichzeitig auch die Verdienste des Projektes MANEO, das an diesem Wandlungsprozess entscheidend mitgewirkt hat.

Weitere Preise wurden an Lady Portia Di Monte (Nordirland) sowie Vertreter*innen der französischen Gruppen ‚Die Schwestern der perpetuellen Indulgenz‘ und ‚Prix Gouincourt‘ vergeben. Die polnische Preisträgerin konnte leider nicht anwesend sein. Ihr wird der Preis von der polnischen Partnerorganisation Lambda Warszawa nachträglich in Warschau verliehen.

Trans*feindlicher Übergriff in der Tram

24.11.25, Berlin-Lichtenberg – Gegen 21 Uhr wurde eine 48-jährige Trans*Frau wegen ihrer geschlechtlichen Identität von einem Unbekannten beleidigt und körperlich angegriffen.

Die Betroffene wurde von einem Fahrgast in einer Straßenbahn der Linie M8 im Bereich Karl-Lade-Straße/Landsberger Allee gefragt, ob sie eine Frau oder ein Mann sei. In der Folge kam es zu verbalen Streitigkeiten, in deren weiteren Verlauf der Tatverdächtige der Frau mit der flachen Hand ins Gesicht schlug und sie an den Haaren zog. Beim Verlassen der Straßenbahn beschimpfte der Tatverdächtige die Betroffene und entfernte sich anschließend unerkannt. Die Geschädigte erlitt Verletzungen im Gesicht.

Bitte meldet Gewalt gegen LSBTIQ auch bei MANEO: www.maneo.de/report

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Trans*feindliche Übergriff im Rollbergkiez

25.11.25, Berlin-Neukölln – Kurz vor 23 Uhr, wurden zwei Frauen, 26 und 30 Jahre alt, aus einer Personengruppe junger Männer transphob beleidigt. Ihre männlichen Begleiter wurden darüber hinaus im Straßenverkehr genötigt

Die betroffenen Frauen stiegen in der Falkstraße aus einem Fahrzeug, in dem zwei männliche Begleiter saßen. Beim Aussteigen wurden sie aus einer auf der Straße stehenden Personengruppe unbekannter junger Männer trans*phob beleidigt. Die Betroffenen setzten zügig ihren Weg fort, um sich der Konfliktsituation zu entziehen. Daraufhin liefen die Unbekannten auf das Auto zu und versuchten, es zu öffnen. Zuvor hatten der 24-jährige Beifahrer, der sich neben dem 30-jährigen Fahrer in dem Wagen befand, die Fahrzeugtüren verriegelt. Anschließend bildete die Gruppe eine Blockade, um die beiden Fahrzeuginsassen am Wegfahren zu hindern. Als sich die alarmierten Einsatzkräfte dem Ort näherten, flüchteten die Täter.

Bitte meldet Gewalt gegen LSBTIQ auch bei MANEO: www.maneo.de/report

Bekanntgabe der europäischen Tolerantia Awards 2025

13.11.2025 (Berlin, Paris, Warschau, Belfast) – Die diesjährigen europäischen Tolerantia Awards wurden bekannt gegeben. Die Preise werden seit 2006 jährlich von den Projekten und Organisationen MANEO (Deutschland), SOS homophobie (Frankreich), Lambda-Warszawa (Polen) und The Rainbow Project (Nordirland) als Gemeinschaftspreis vergeben. Alle Projekte und Organisationen setzen sich unermüdlich für Menschen ein, die Ausgrenzung, Diskriminierung und gewalttätige Übergriffe erlitten haben und Hilfe suchen.
 
Nominiert werden die Preisträger*innen von unabhängigen Jurys in den jeweiligen Ländern. In Deutschland setzt sich die Jury aus folgenden Mitgliedern zusammen: Christa Arnet, ehem. Mitarbeiterin in der Berliner Senatskanzlei, Seyran Ateş, Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin, Pieke Biermann, Schriftstellerin und Übersetzerin, Norbert Bisky, Maler, Thorsten Manske, ehem. Vizepräsident von Hertha BSC und Vizepräsident des Berliner Fußballverbandes, André Schmitz, Kulturstaatssekretär Berlin a.D., Jörg Steinert, LSBTIQ+ -Aktivist und ehem. Geschäftsführer LSVD Berlin-Brandenburg, Lala Süßkind, ehem. Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Norbert Thormann, Unternehmer, und Bastian Finke, Leiter von MANEO, Vorsitzender der Jury.

Die Preisträger*innen 2025 sind:

  • Die Schwestern der perpetuellen Indulgenz (Frankreich), die Scham durch Freude sühnen und Liebe verbreiten wollen, um Hass zu bekämpfen, sowie der Prix Gouincourt (Frankreich), der lesbische Literatur noch sichtbarer macht;
  • Mirosława Makuchowska (Polen), die als Koordinatorin und spätere Direktorin der KPH (Kampagne gegen Homophobie) Strategiekampagnen und Bildungsprogramme entwickelte, die zu tiefgreifendem Wandel in Polen beitrugen;
  • Lady Portia Di Monte (Nordirland), alias Marcus Hunter-Neill, ist eine unbestrittene und tragende Säule der Drag-Szene sowie ein Leuchtturm der Liebe und Solidarität innerhalb der nordirischen LGBTQIA+-Communities.

Weitere Informationen zu den Preisträger*innen: www.tolerantia-award.eu

Schwulenfeindlicher Angriff in Kreuzberg

03.11.25, Berlin-Kreuzberg – Am 02.11.25, gegen 6 Uhr, wurden zwei 20-jährige Männer von vier Unbekannten in der Ritterstraße schwulenfeindlich beleidigt. Einer der beiden wurde im weiteren Verlauf mit Schlägen und Reizgas angegriffen. Die Betroffenen hatten gegen 6 Uhr eine Bar verlassen, als sie auf dem Gehweg von vier Unbekannten angesprochen und schwulenfeindlich beleidigt worden waren. Die Betroffenen gingen weiter. Daraufhin wurde einem der beiden Betroffenen mit Reizgas ins Gesicht gesprüht. Der 20-Jährige ist zu Boden gegangen, woraufhin die Angreifer auf ihn eintraten. Anschließend flüchteten die Tatverdächtigen in unbekannte Richtung.

Info- & Diskussionsveranstaltung zum Intersex-Awareness-Day

27.10.25, Neuhohenschönhausen – Anlässlich des Intersex-Awareness-Day laden wir herzlich zu einer offenen Veranstaltung ein!

Gemeinsam schauen wir uns die interessante und gut aufbereitete Dokumentation vom Quarks Magazin: „Intersexualität – Warum es mehr als zwei Geschlechter gibt“ an. Im Anschluss wollen wir in gemütlicher Runde über die Inhalte der Doku sowie über persönliche Erfahrungen, Meinungen und Fragen rund um das Thema Intersexualität ins Gespräch kommen.

Für einen kleinen Snack und alkoholfreie Getränke ist gesorgt.

Der Eintritt ist kostenlos.

Kommt vorbei, informiert euch, diskutiert mit – wir freuen uns auf euch!“

Wann: Mittwoch, 29.10.2025, von 18:00 bis 19:30 Uhr

Wo: in der Schmökerstube des Nachbarschaftszentrums im Ostseeviertel