Zum Abschluss Luftballonaktion und Regenbogenkuchen auf dem Boddinplatz

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans*- und Queerphobie (IDAHOBIT+) #IDAHOBIT setzte MANEO ein weiteres Zeichen gegen Hass und Gewalt, für Liebe und Akzeptanz in Neukölln. Im Rahmen der Wahrnehmungskampagne KissKissBerlin stiftete das Sana Berlin Hotel einen zauberhaften Kuchen. Diesen schnitten wir gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister von Neukölln Martin Hikel, dem Bezirksstadtrat Jochen Biedermann, der Bezirksstadträtin Sarah Nagel, Mitgliedern der BVV Neukölln, der Jugendamtsleiterin Katrin Dettmer, MdA Ferat Koçak und Vertreterinnen zahlreicher Projekte aus der Region wie MaDonna Mädchenkult.Ur, Schilleria, Morus 14, Qube, Stadtteilmütter, Mine, SchwuZ u.a. aus dem Neuköllner Netzwerk gegen LSBTIQ+ -Feindlichkeit an. Mit dabei auch Vertreter*inner der Polizei Berlin. Über 100 Menschen waren gekommen und mit ihnen zusammen ließen wir 99 Luftballons in den Himmel steigen. Danke an alle für das gemeinsame starke und solidarische Zeichen.

Zum Foto:

„Im Bild (v.l.n.r.): Bastian Finke (Leiter von MANEO) und Martin Hikel (Bezirksbürgermeister von Neukölln).“

17. Mai: Aktion gegen LSBTIQ+ -Feindlichkeit am Nollendorfplatz

Am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans*- und Queerphobie (IDAHOBIT+) traf sich MANEO mit vielen Unterstützerinnen aus der Community, Politik und Zivilgesellschaft im Herzen des Regenbogenkiezes am Nollendorfplatz. Gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg Jörn Oltmann, dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Bezirksstadtrat Matthias Steuckardt, dem Botschafter der Republik Malta Dr. Giovanni Xuereb und den MANEO-Beiratsmitgliedern Christa Arnet und Seyran Ateș haben wir heute Nachmittag einen “Kiss Kiss Berlin – Regenbogenkuchen” angeschnitten. Danke an das Hotel Berlin Berlin, das uns den Regenbogenkuchen gestiftet hatte. Außerdem setzten wir mit einer Luftballon-Aktion ein Zeichen gegen LSBTIQ+ -Feindlichkeit, in Berlin, Deutschland, Europa, weltweit. Danke an die 100 Unterstützerinnen, die sich an unserer Aktion beteiligt hatten.

Zum Foto:

„Im Bild (v.l.n.r.): Dominique Vockeradt (Hotel Berlin Berlin), Seyran Ateş (MANEO-Beiratsmitglied), Dr. Vanni Xereb (Botschafter von Malta), Bastian Finke (Leiter von MANEO), Jörn Oltmann (Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg), Matthias Steuckardt (Bezirksstadtrat und stellv. Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg), Christa Arnet (MANEO-Beiratsmitglied)“

Grußwort MANEO-Report 2024

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde von Maneo, liebe
Vertreterinnen und Vertreter der LSBTIQ-Community in unserer Stadt,
Berlin ist eine bunte und vielfältige Stadt und gilt zu Recht als weltoffene
Regenbogenhauptstadt. Das zeigt sich nicht nur am Internationalen Tag gegen
Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie.
Wo viel buntes Licht ist, ist leider oft auch Schatten. Maneo leistet mit seiner Arbeit
einen wichtigen Beitrag, um diesen Schatten zu durchdringen. Eine Arbeit, deren
Relevanz leider zunimmt. Ob Hassparolen im Internet oder Gewalt gegen Menschen:
Wir erleben eine zunehmende Verrohung in unserer Gesellschaft. Besonders
betroffen sind queere Menschen, die Angriffe auf sie nehmen zu. Auch und vor allem
in der Regenbogenhauptstadt. Das belegt der MANEO-Report.
Laut Staatsanwaltschaft hat sich die Zahl der Angriffe innerhalb von vier Jahren fast
verdoppelt. Wie tolerant und wie queerfreundlich ist Berlin? Die traurige Wahrheit:
Nicht überall in der Stadt können Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und
intergeschlechtliche Menschen sichtbar und präsent sein, ohne Ausgrenzung,
Diskriminierung oder sogar Gewalt zu befürchten.
Queerfeindliche Hasskriminalität hat in Berlin nichts zu suchen. Jeder Angriff – egal
ob verbal oder körperlich – ist einer zu viel. Als Abgeordnetenhaus von Berlin wollen
wir nicht wegsehen, wenn homo-, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche
Menschen beleidigt oder angegriffen werden.
Unsere Maxime muss lauten: Niemand soll sich zurückziehen müssen, weil ein
geouteter Alltag in der Stadt zu gefährlich ist. Queere Menschen müssen sich überall
zeigen dürfen. In Berlin darf das nicht gefährlich, sondern muss selbstverständlich
sein.
Maeno setzt sich kreativ und engagiert für gesellschaftliche Toleranz und Vielfalt ein
und dient als erste Anlaufstelle für Menschen, die gruppenbezogene
Menschenfeindlichkeit erfahren haben. Dafür danke ich Ihnen im Namen des
gesamten Abgeordnetenhauses.

Cornelia Seibeld, Präsidentin Abgeordnetenhaus von Berlin, Foto @ Thomas Ernst

Grußword des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner

anlässlich des Internationen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Trans*phobie (IDAHOBIT)

am 17. Mai 2024

Man kann es sich eigentlich kaum vorstellen: Erst 34 Jahre ist es am 17. Mai her, dass die
Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten strich.
Im selben Jahr gründete sich in Berlin das schwule Anti-Gewalt-Projekt MANEO – als
Reaktion auf eine wachsende Zahl homophober Übergriffe in der Stadt. Und man darf auch
nicht vergessen: 1990 war der diskriminierende Strafrechtsparagraf 175 noch immer nicht
komplett abgeschafft, es gab weder ein Antidiskriminierungs- noch ein
Lebenspartnerschaftsgesetz, von der Ehe für alle ganz zu schweigen.
Seither hat der Kampf um Anerkennung und Gleichstellung große Fortschritte gebracht. Und
auch das gesellschaftliche Klima ist sehr viel offener und liberaler geworden, besonders hier
in Berlin.
Doch bei aller Freude über das Erreichte: Es ist nicht genug. Sonst müssten wir den
Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Trans*phobie am 17. Mai nicht mehr
begehen. Und sonst wäre auch MANEO überflüssig. Das ist es aber leider nicht – im
Gegenteil. Denn noch immer sind Homo- und Transphobie auch in unserem freien,
weltoffenen Berlin ein Problem. Noch immer werden queere Menschen auch bei uns
diskriminiert, beleidigt und körperlich angegriffen.
Das dürfen wir nicht hinnehmen. Gerade in einer Zeit, in der Populisten Ressentiments
gegen Minderheiten schüren, wird entschlossenes Vorgehen gegen Ausgrenzung mehr denn
je gebraucht.
Berlin gilt heute als die Regenbogenhauptstadt Europas. Aber das ist auch ein Anspruch,
dem wir immer wieder aufs Neue gerecht werden müssen. Lassen Sie uns gemeinsam
weiterhin alles dafür tun, dass queere Lebensweisen in unserer Stadt genauso frei, offen und
selbstverständlich gelebt werden können wie jede andere auch – am 17. Mai und an jedem
anderen Tag!
Ich danke allen, die sich in diesem Sinne engagieren – heute vor allem MANEO sowie den
vielen anderen Akteuren und Organisationen, die sich tagtäglich für Vielfalt, Akzeptanz und
ein gutes Miteinander in unserem Berlin starkmachen. Die alljährliche Kampagne „Kiss Kiss
Berlin“ ist ein herausragendes Berliner Beispiel für dieses Engagement. Herzlichen Dank
heute besonders auch dafür!

Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin, Foto © Christian Plambeck

Trans*feindlicher Übergriff in der Skalitzer Straße

15.05.24, Berlin-Kreuzberg: Gestern Abend wurden zwei Personen in Kreuzberg transphob beleidigt und angegriffen. Gegen 22 Uhr standen die Betroffenen (22 und 23 Jahre alt) an einer Kasse eines Supermarktes in der Skalitzer Straße und hörten, wie sich zwei Männer in der Warteschlange transfeindlich in ihre Richtung äußerten. Nachdem die Betroffenen den Supermarkt verlassen hatten, wurden sie von den Männern verfolgt und kurz darauf von ihnen mit einer Flasche und einer Eispackung beworfen und erneut transphob beleidigt. Dadurch wurde die 22-Jährige am Arm und am Oberkörper verletzt. Die beiden Freundinnen begaben sich unmittelbar danach zur Polizeiwache am Kottbusser Tor. Durch alarmierte Rettungskräfte wurde die 22-Jährige ambulant behandelt.

Kiss Kiss Berlin – Regenbogenkuchen-Anschnitt in der Flüchtlingskirche

13.05.24, Berlin-Kreuzberg: Im Rahmen der MANEO-Wahrnehmungskampagne ‚KissKissBerlin‘ wurde ein Regenbogenkuchen in der Flüchtlingskirche der EKBO angeschnitten. Gemeinsam mit dem Superintendententeam des Evangelischen Kirchenkreises Berlin-Stadtmitte, Dr. Silke Radosh-Hinder und Matthias Lohenner, dem Leiter und Flüchtlingskoordinator im Kirchenkreis Thorsten Lehmann, mit der MANEO-Beirätin Seyran Ateş und weiteren Unterstützer*innen wurde ein starkes Zeichen gegen Hass und Gewalt und für Liebe und Akzeptanz gesetzt. Wir bedanken uns bei dem Team des Hotels Adina – Berlin Hackescher Markt für den leckeren Traumkuchen. Kiss Kiss Berlin! Liebe tut der Seele gut!

„Kiss Kiss Berlin – Regenbogenkuchen“-Anschnitt mit Kai Wegner

Berlin, 10.05.2024. Anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans* und Queer*phobie (IDAHOBIT) fand heute ein Regenbogenkuchen-Anschnitt im Roten Rathaus statt. Gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner, dem Botschafter der Republik Malta Dr. Giovanni Xuereb, Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss und den MANEO-Beiratsmigliedern Christa Arnet, Seyran Ates, Pascal Thibaut und mit mehr als 100 Unterstützerinnen wurde ein Zeichen gegen Hassgewalt gesetzt! Einen ganz besonderen Dank an das Hotel InterContinental Berlin für den tollen Kuchen! KissKissBerlin.

MANEO-Report 2023 veröffentlicht

Heute wurde der MANEO-Report 2023 veröffentlicht. Anlass ist der bevorstehende Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans* und Queer*phobie (IDAHOBIT), der weltweit am 17. Mai begangen wird. Auf 240 Seiten fasst MANEO Ergebnisse seiner Arbeit aus dem Berichtsjahr 2023 zusammen und präsentiert Statistiken und Auswertungen registrierter Übergriffe gegen LSBTIQ+ in Berlin sowie Fallbeispiele.

Mit den zusammengetragenen Fallzahlen und Hinweise für 2023 ist es uns gelungen, viele Fälle und Hinweise, die bislang nicht zur Anzeige gekommen waren, aus dem Dunkelfeld herauszuführen. Wir haben 685 neue Fälle und Hinweise mit LSBTIQ+ feindlichen Bezügen erfasst, 23% mehr als im Vorjahr (2022: 557). Insgesamt wurden MANEO im Berichtsjahr 1.014 Fälle und Hinweise zugetragen, 29% mehr als im Vorjahr (2022: 788), noch nie so viele wie in den Vorjahren. Von diesen waren 978 Fälle und Hinweise neu eigegangene. Unsere Zahlen liegen auf hohem Niveau.

Im Berichtsjahr hatten sich 892 betroffene Personen an MANEO gewandt, erneut mehr als im Vorjahr. Die hohen Zahlen sprechen für die hohe Akzeptanz unserer Arbeit in unseren Szenen, auch für eine langsam wachsende Bereitschaft, Übergriffe nicht weiter zu verschwiegen, sondern darüber zu sprechen.

Der MANEO-Report 2023 ist abrufbar unter folgendem Link:

>> Maneo-Report 2023

Austausch mit dem Völklinger Kreis und Spendenübergabe

Schöneberg, 29.04.24. Am Montag traf sich MANEO mit einer interessierten Gruppe des Völklinger Kreises. MANEO informierte die 15 Gäste über seine Anti-Gewalt-Arbeit und die Herausforderungen für Berlin. Anschließend wurde eine Spende in Höhe von € 1.300,- an MANEO übergeben. Bei der Spende handelt es sich um den Erlös einer Bilder-Auktion anlässlich einer Wittdorf-Ausstellung im Buchladen Eisenherz. Wir bedanken uns bei Boris Kollek für die Spende, außerdem bei Bernd Schachtsiek für das zusätzlich von Wittdorf erworbene und an MANEO gespendete Bild.

‚Schöner Cruisen‘-Aktion im Volkspark Friedrichshain

Friedrichshain, 27.04.2024. Am Samstag veranstaltete MANEO wieder eine ‚Schöner Cruisen‘-Aktion im Volkspark Friedrichshain. Von 13 bis 15:00 Uhr sammelten wir zusammen mit Beamt*innen der Berliner Polizei, u.a. mit der LSBTIQ+ -Ansprechperson der Direktion 5, Claudia Ahlrep, viel Müll und Unrat ein. Gesäubert haben wir vor allem das kleine Waldgebiet hinter dem „Spanienkämpfer“-Denkmal an der Friedenstraße. Gefunden haben wir jede Menge Taschentücher, Kondome und auch Zigarettenkippen, die den Boden des Friedrichshains besonders lange belasten. Gefunden haben wir außerdem Unterhosen, Skihosen und Jeans. Die Aktion wurde von vielen Nutzer*innen des Parks begrüßt. Wir kamen mit ihnen ins Gespräch und konnten sie über die Arbeit von MANEO informieren. Mit der jährlich veranstalteten Aktion ‚Schöner Cruisen‘ wirbt MANEO um mehr Achtsamkeit und Rücksichtnahme in Parkanlagen.